Weiterer Tatsachenbericht zu dem Verbrechen an Grete Flach in Büdingen

Lieber Leser, mein heutiger Bericht zu dem Verbrechen an Grete Flach ist ein Ereignis, welches sich unmittelbar zeitnah im Oktober 1993 zugetragen hat, und von mir als Anwesender alle wichtigen Passagen mitgeschrieben wurden.

Es wurde öffentlich über die örtliche Presse eingeladen im Schloss- Oberhof in Büdingen, zu einem informatorischen Vortrag über das Wichtigste zu den mit Datum des 1. Januar 1992 in Kraft getretenen neuen Betreuungsgesetz. Die bis dahinn geltende Entmündigung von Bürgern, wurde wegen der vielen Ungerechtigkeiten, auch vom Gesetzgeber so gesehen, beseitigt. Der Text der Einladung lautete:

Betreuen, statt Entmündigen:Weil dies ein neues Gesetz war, und großes Interesse vieler Betroffener und ihrer Angehörigen hervor rief, war der Saal bis auf den letzten Platz besetzt. Es waren vier Sprecher angekündigt, unter anderem auch der damalige und noch heute verantwortliche Vormundschaftsrichter in der damals akut gewordenen Sache um Grete Flach, die bekannteste Bürgerin im weiten Umkreis, sowie auch der an dem Vorfall aktiv beteiligte damalige Vertreter des Gesundheitsamtes, beide zugehörig zur unteren öffentlichen Aufsichtsbehörde vor Ort in Sachen Betreuung und öffentliche Aufsicht und ständige Kontrolle aller Alten und Pflegeheime im zuständigen Aufsichtsbereich.

Zunächst wurde die Versammlung vom Verfanstalter eröffnet. Als nächstes wurde dem Amtsarzt und Vertreter des Gesundheitsamtes Dr. B. das Wort erteilt. Eben jenen Herrn Dr. B., der auch als Gutachter für Frau Flach vom Amtsgericht beauftragt wurde, was er nicht durfte, weil er in den unglaublichen Vorgang um Grete Flachs miserables Schicksal unmittelbar aktiv verwickelt war.

Als Anwesender, weil es dabei auch um das Schicksal von Grete Flach meiner Angehörigen ging, habe ich alles Wesentliche mitgeschrieben was mir noch heute vor liegt. Als der Herr Doktor mit seinem teilweisen Selbst- Lob fertig war, wurde als nächster Referent der Richter aufgerufen, der sich auf dem Podium sitzend befand und erhöht die Versammlung überblicken konnte. Zur sichtlichen Verwunderung aller Anwesenden sagte der Richter, DANKE, er sei heute nicht in Form und gab das MIcro an seinen Nachredner weiter.

Der Richter, der mich ja wie jeder andere Anwesende als langjähriger selbständiger Einzelhandelskaufmann in der Stadt Büdingen kannte, hatte mich auffallend ständig beobachtet wie ich alles Wesentliche was gesagt wurde mitgeschrieben habe, und ihm war wohl nicht wohl dabei, bei der Vorstellung, dass ich auch seine Rede mitschreiben könnte. So sagte denn der Richter kein Wort zum neuen zu der Zeit bereits geltenden Betreuungsgesetz, welches ja auch auf den Fall Frau Flach bezogen angewendet werden musste. Die folgenden Referneten, was eigentlich Sache des Richters gewesen wäre, erklärten der Versammlung alle wesentlichen Punkte im neuen Betreuungsgesetz, was sich änderte, was zuvor vom Gesetzgeber als Unrecht an dem Betreuten gesehen wurde und mithin beseitigt wurde.

War in der bisherigen Entmündigung der Betroffene vollständig entrechtet und war er auf Gedeih und Verderb auf die Gnade des Richters und des Betreuers angewiesen und abhängig, so war dieses bgisherige Unrechtsgesetz mit Datum vom 1. Januar 1992 endgültig vom Tisch. Kein Richter und auch kein Betreuer hat seither mehr gegen dem Willen des Betreuten zu bestimmen, das letzte Wort hat der Betreute. Dies sollte jeder Leser wissen und sich einprägen. Die Macht eines jeden Richters endet dort, wo der Betreute Nein sagt!

Nur wenige Wochen später fand eine solche Veranstaltung in einem viel größeren Rahmen im Bürgerhaus in Nidda statt. Auch dort war ich anwesend. Referent war der dortige Vormundschaftsrichter( Name bekannt) Wieder schrieb ich alles Wesentliche mit, und stellte vor voll besetzten Saal dem Richter auch Fragen in Sachen Betreuung. Als ich auch die Sache um Grete Flach im benachbarten Büdingen ansprach, wich der Richter dieser Frage auffallend aus mit der Antwort, er wolle seinen Amtskollegen in Büdingen nicht dreinreden und ihn nicht belasten.

Gleich zun Beginn sagte der Richter, dass nach dem neuen Gesetz eine Betreuung durch Fremde nicht zulässig sei, wenn sich der Betroffene, falls notwendig,  eine Betreuung nur im Angehörigenkreis wünsche.Der Richter weiter, eine Fremdbetreuung kommt erst in Frage, wenn sich kein bei der Anhörung des Betreuten anwesender Angehöriger findet, der sich eignet, der die Betreuung übernehmen möchte. In der Sache Grete Flach liegt es sogar schriftlich von ihr vor, dass sie eine Betreuung durch Fremde ablehne und sie, falls es einmal notwendig werden sollte, sich nur eine Betreuung im Angehörigenkreis wünsche. Und genau diese ihre persönliche Willenserklärung, die von ihr auch schriftlich vor liegt, wurde Grete Flach vom Amtsgericht in Büdingen verweigert. Wenn solches geschehen war, und sich hinreichend genug Angehörige gegebenenfalls bereit erklärt hätten eine solche gewünschte Betreuung als Angehörige zu übernehmen, und dies verweigert wurde vom Gericht, dann müss es in der Tat schwerwiegende Gründe gegeben haben, die nun nachträglich noch zur Klärung anstehen.

Lieber Leser, im Folgebericht in wenigen Tagen, werde ich weiter berichten, was uns Zuhörern im Bürgerhaus in Nidda neues vom nun gültigen neuen Betreuungsgesetz berichtet wurde, was von dem benachbarten Amtsgericht in Büdingen völlig ausser acht ngelassen wurde.

Ihr

Kurt Maier, Neffe von Grete Flach                              Ich werde weiter berichten.